Archive for the ‘Erneuerbare Energie’ Category

Bundesrat pocht auf Vereinfachung der energetischen Vorgaben für Immobilien


Die Neuregelung der energetischen Vorgaben für Gebäude ist ein Sammelsurium verschiedenster Anforderungen – sehr zum Missfallen des Bundesrates. Die Länderkammer fordert daher eine Vereinfachung der Regelungen. Die Regierung hält dagegen: Die unterschiedlichen Anforderungen seien notwendig und von der EU gefordert.

Der Bundesrat möchte Vereinfachungen bei den Vorgaben zur energetischen Sanierung. Foto: dena 

Der Bundesrat hat eine Vereinfachung und Vereinheitlichung der energetischen Vorgaben bei Immobilien gefordert und wendet sich damit gegen den bisherigen Vorschlag der Bundesregierung zur Novellierung der Anforderungen für Gebäude. Ausschlaggebend für die Meinungsverschiedenheit von Bundesrat und Bundesregierung ist ein Gesetzesentwurf zu einer EU-Richtlinie, die einen 18-prozentigen Anteil erneuerbarer Energien an der gesammten Energieerzeugung in Deutschland bis zum Jahr 2020 vorsieht.

Die Energievorgaben sind für den Bundesrat „unüberschaubar“

Hauptsächlich geht es dem Bundesrat darum, dass die Energiepolitik für Immobilien wieder einfacher und einheitlicher wird. Der Länderkammer ist die Vielzahl der Regelungen bei Gebäuden des Bundes, der Länder, Kommunen und privater Bauherren ein Dorn im Auge. Die geforderten Änderungen würden sich laut Bundesrat mit der Novellierung der Energieeinsparverordnung für das Jahr 2012 vereinbaren lassen. Die Vorstellungen der Bundesregierung sieht der Bundesrat eher als Förderung der Bürokratie und seien damit „kontraproduktiv“.

Bundesregierung sieht möglichen Verstoß gegen die EU-Richtlinien

Die Bundesregierung hat die Initiative des Bundesrates unterdessen zurückgewiesen, da die geforderten Vereinfachungen ihrer Ansicht nach nicht „förderlich“ seien. So hätten öffentliche Gebäude eine Vorbildfunktion und benötigen deshalb andere und strengere Richtlinien. Es gäbe einen Unterschied bei den energetischen Vorgaben für z.B. private Gebäude und öffentliche Gebäude, der zu beachten sei. Insbesondere befürchtet die Regierung einen Verstoß gegen EU-Richtlinien, würden die vom Bundesrat gewünschten Vereinbarungen umgesetzt.

Deutschland muss die Herkunft des Stroms nachweisen

Bis zum Jahr 2020 ist Deutschland verpflichtet, die EU-Richtlinien zu erfüllen. Ob dann tatsächlich 18 Prozent der Energie aus erneuerbaren Quellen stammt, wird Deutschland mit einem elektronischen Register nachweisen müssen. Die Bundesregierung strebt momentan an, die existierende Erneuerbare- Energie-Gesetz (EEG) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz nach den Vorgaben der EU zu ändern.
Quelle:  http://news.immobilo.de/2011/01/06/3143-bundesrat-pocht-auf-vereinfachung-der-energetischen-vorgaben-fuer-immobilien/

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Naturschutzverbände fordern Energiewende


Radolfzell (dpa/lsw) – Die Naturschutzverbände BUND und NABU haben einen Kurswechsel in der Energie- und Agrarpolitik gefordert. Bei den Naturschutztagen in Radolfzell am Bodensee sagte NABU-Landeschef Andre Baumann am Freitag: «Wir möchten, dass Atomkraftwerke so schnell wie möglich abgeschaltet werden.» Die BUND-Vorsitzende Brigitte Dahlbender betonte, die Laufzeitverlängerung von Atomreaktoren gehe zulasten des Ausbaus erneuerbarer Energien. Bei verlangten, ökologische Landwirtschaft stärker finanziell zu unterstützen. Über ihre Forderungen diskutierten sie mit Spitzenvertretern der vier im Landtag vertretenen Parteien CDU und FDP sowie SPD und Grünen.

 

Quelle:  http://www.bild.de/BILD/regional/stuttgart/dpa/2011/01/07/naturschutzverbaende-fordern-energiewende.html

Grüne Spekulationsblase geplatzt


Der Kurs des Branchen-Aktienindex Renixx sank 2010 um fast ein Drittel. Der Markt wird zunehmend von wenigen Firmen beherrscht. Die Aussichten sind ungewiss.

HAMBURG | Erneuerbare Energien sind ein Flop – jedenfalls als Aktie. Während es an den Börsen weltweit boomte, war 2010 für die „grüne“ Industrie ein schlechtes Jahr. Der internationale Aktienindex für erneuerbare Energien, Renixx, legte einen drastischen Kursverlust hin: Das Börsenbarometer notierte zum Jahresende mit rund 530 Punkten um rund 29 Prozent niedriger als vor einem Jahr, teilt das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) mit. Im Renixx werden 30 börsennotierte Unternehmen aus der regenerativen Energiewirtschaft geführt.

Die Goldgräberstimmung unter Energie-Anlegern ist einem Kater gewichen. In wenigen Jahren war der Renixx wie kaum ein anderer Börsenindex in die Höhe geschossen und verfünffachte seinen Kurs auf über 1.800 Punkte. Diese Spekulationsblase platzte mit der Wirtschaftskrise. 2010 setzte sich der Negativtrend nur leicht gebremst fort.

 

Das Tief spiegelt auch realwirtschaftliche Entwicklungen wider. Die regenerative Energiewirtschaft habe die tiefste Rezession seit den 1930er Jahren kräftig zu spüren bekommen, erklärt IWR-Direktor Norbert Allnoch. Viele Aufträge für Geothermie-Kraftwerke, Offshore-Windmühlen und Biogasanlagen wurden verschoben oder storniert.

Dämpfend auf die Aktienkurse wirken zudem politische Ungewissheiten auf wichtigen Absatzmärkten. So werden Zweifel laut, dass der demokratische US-Präsident Barack Obama unter der neuen republikanischen Mehrheit im Repräsentantenhaus seine ehrgeizigen Energieziele durchsetzen kann.

Bis 2025 soll der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung von 8 auf 25 Prozent steigen.

In Deutschland sorgt die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke für Verwirrung über die künftigen Strompreise. Die Erneuerbaren leben aber gerade von einer kalkulierbaren Kluft zwischen Marktpreis und Subventionspreis. Die Unsicherheit über AKWs und zukünftige Preise lässt daher Banken und Industrie auch vor grünen Investitionen zurückschrecken.

Für die nähere Zukunft sieht die Deutsche Bank in einer Studie daher kaum grün. Wegen der gestiegenen „Regulierungssorgen“, kurzfristig vorsichtigeren Erwartungen der Unternehmen im Fotovoltaiksektor und Gewinnwarnungen der Windkraftanlagen-Ausrüster wurden die mittelfristigen Kursziele für Erneuerbare teilweise sogar halbiert.

Auch langfristig dürfte keine Goldgräberstimmung mehr aufkommen. Wo sich bis vor kurzem noch kleine, junge und weitgehend unbekannte Aktiengesellschaften tummelten, bestimmen mittlerweile wenige Große das Geschehen. „In allen Bereichen der erneuerbaren Energien wurde und wird konsolidiert, querbeet“, fasst der Hamburger Energieexperte und freie Unternehmensberater Christian Gotthardt den Trend zusammen. Shell (Fotovoltaik), Siemens (Windkraft) oder VW (Blockheizkraftwerke) gehören mittlerweile zu den Top-Adressen der Erneuerbaren – nicht aber zum eher mittelständischen Renixx.

Quelle: http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/gruene-spekulationsblase-geplatzt/

Uganda setzt auf Wasserkraft


Am Nil in Uganda soll bald Strom für mehr als fünf Millionen Haushalte produziert werden. Die Regierung baut dort ein riesiges Wasserkraftwerk. Befürworter erhoffen sich dadurch endlich eine stabile Stromversorgung – Kritiker bemängeln die hohen Kosten.

Es war einst ein sagenumwobener Ort: Jinja in Uganda, wo sich der Nil aus dem Viktoriasee ergießt. Ein breiter Fluss, den schon bald Stromschnellen durchbrechen. Ein Paradies für Wildwassersportler. Doch jetzt erhebt sich mitten in der Natur eine riesige Baustelle. Hier entstehen eine 30 Meter hohe Staumauer, Dämme und ein Wasserkraftwerk. „Die Kapazität liegt insgesamt bei 250 Megawatt“, erklärt Bauleiter Kenneth Kaheru. Jede der fünf Turbinen produziere 50 Megawatt.

Die Kraft des Nils soll in Strom für mehr als fünf Millionen Haushalte umgewandelt werden. Das so genannte Bujagali-Projekt ist das größte dieser Art bisher in Uganda. Kleinere Kraftwerke am Fluss erreichen längst nicht seine Kapazität. Der Bau geht Abschnitt für Abschnitt voran: „An der ersten Einheit sind die Arbeiten schon fast abgeschlossen. Ende des Jahres müssten drei Einheiten abgenommen und genehmigt sein, die dann Elektrizität produzieren“, sagt Kaheru.

Tägliche Stromausfälle bald passé?

2012 soll die volle Kraft erreicht sein. Befürworter des Projekts sagen, dann könnten endlich die Probleme mit der Elektrizitätsversorgung in Uganda in den Griff bekommen werden. Bisher fällt hier fast täglich der Strom aus – ein Hemmschuh für wirtschaftliches Wachstum und Entwicklung.

Gegner sehen dagegen keinen Sinn in einem Kraftwerk, solange ein Großteil der Bevölkerung gar nicht ans Stromnetz angeschlossen ist. Außerdem rügen sie, das Projekt sei viel zu teuer – es verschlinge fast 900 Millionen Dollar. Zu den Geldgebern gehören unter anderem die Weltbank und die deutsche Kreditanstalt für Wiederaufbau. „Auch wenn der Bau zunächst sehr viel kostet und es lang bis zur Fertigstellung dauert, wird sich das Kraftwerk auszahlen“, sagt Nora Nakato, die für die Finanzen zuständig ist. „Wir werden sehr günstig Energie produzieren können. Ich glaube, das ist für die Investoren ein Hauptgrund, uns das Geld zu geben.“

Ägypten fürchtet um den Wasserstand des Nil

Andere Nil-Anrainer befürchten allerdings, dass der Strom auf ihre Kosten entsteht. Ägypten sieht schon den Wasserspiegel des Viktoriasees und damit auch des Nils bedrohlich sinken. Ein Vorwurf, den Bauleiter Kaheru zurückweist. Der Stausee müsse nur zu Beginn einmal aufgefüllt werden – dann werde kein Wasser mehr verbraucht. „Es geht nichts verloren. Das Wasser, das reinkommt, nutzen wir, um Elektrizität zu gewinnen. Danach fließt es zu 100 Prozent wieder raus.“

Ein Argument, das vielleicht auch die Flussgeister hören sollten. Im vergangenen Jahr streikten die Bauarbeiter, nachdem sie angeblich von „weißen Gestalten“ angegriffen wurden. Die Dämonen sollen versucht haben, eine Maschine im Nil zu versenken. Ein Geisterbeschwörer konnte sie wieder vertreiben. Aber so richtig zur Ruhe werden die Flussgeister hier wohl nicht mehr kommen.

Karte: Uganda

Grüne Insel, grüner Strom


Die Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Quellen kommt in der EU schneller voran als erwartet. Deutschland kann zwar keinen Spitzenplatz für sich verbuchen. Dafür sind die Fortschritte anderswo umso größer.

Nach Berechnungen des europäischen Windenergieverbands EWEA dürften die 27 Mitgliedsstaaten im Jahr 2020, wenn sie ihre angekündigten Programme wie geplant umsetzen, zusammen 20,7 Prozent ihres Bedarfs aus regenerativen Energien decken, wie die Organisation am Dienstag in Brüssel mitteilte. Das offizielle Ziel liegt bei 20 Prozent. Die Stromversorgung dürfte der Studie zufolge zu 34,7 Prozent aus erneuerbaren Energien kommen.

Der Branchenverband stützt sich bei den Prognosen auf Pläne der EU-Mitgliedstaaten, die diese an die Brüsseler EU-Kommission übermittelt haben. Darin stellen die Staaten detailliert dar, welche Ziele sie bis zum Stichjahr 2020 erreichen wollen. Außer um Strom geht es darin um Heizenergie und Verkehr. Bezogen auf den Gesamtenergieverbrauch wird die EU den Plänen zufolge ihr Ziel, 20 Prozent aus erneuerbaren Quellen zu decken, knapp erfüllen.

Wind vor Wasser vor Sonne

Die wichtigste Quelle dürfte den Angaben zufolge der Wind sein, der 14 Prozent der gesamten Stromerzeugung abdecken soll. 2009 waren es 4,2 Prozent. Den größten Windanteil erwartete EWEA in Irland und Dänemark mit jeweils über 30 Prozent. Deutschland dürfte der Studie nach auf 19,6 Prozent kommen und damit 1,6 Prozentpunkte über dem offiziellen Ziel liegen.

Die nächstgrößeren erneuerbaren Energiequellen sind Wasser (10,5 Prozent) und Biomasse (6,6 Prozent) sowie die Sonne (2,7 Prozent).

Quelle:  http://www.focus.de/immobilien/energiesparen/erneuerbare-energien-gruene-insel-gruener-strom_aid_587054.html

Vergesst das Klima


Die langfristig niedrigeren Kosten der Erneuerbaren Energien sprechen für sich, meint Thomas Seltmann von der Energy Watch Group. Die Energiewende als wirtschaftliches Aufbauprogramm übertrumpfe jedes ökologische Argument.

Wer den Ausbau erneuerbarer Energien mit Umweltschutz und Klimarettung begründet, begibt sich aufs Glatteis. Denn er stützt den notwendigen Umbau der Energiewirtschaft auf moralische Appelle – also an die Freiwilligkeit des guten Willens. Und dies ist eine schwache Basis.

Alle Klimaschutz-Anstrengungen seit Kyoto 1997 haben jedenfalls nicht zu sinkenden Treibhausgas-Emissionen geführt, nicht einmal zu einem langsameren Anstieg – sondern im Gegenteil nimmt der CO2-Ausstoß gerade beim Energieverbrauch schneller zu als vorher. Und auch bei den UN-Klimaverhandlungen in Cancún wurde ein weiteres mal das dringend Notwendige nicht erreicht.

Nicht Klimaschutz bedroht das Wirtschaftswachstum, sondern die Verknappung fossiler Energieträger

Weitaus überzeugender ließe sich für eine energische Energiewende argumentieren, stellte man die Versorgungslage mit Erdöl, Erdgas, Kohle und Uran in den Mittelpunkt. Die zunehmende Knappheit konventioneller Energiequellen und die absehbar kostengünstigere Versorgung mit erneuerbaren werden schon bald ökologische Motive in den Hintergrund drängen. Ein offensiver Umgang mit dieser Tatsache könnte den Wandel enorm beschleunigen.


Die logische Alternative: Erneuerbare Energien (Foto: Mbdortmund/Wikimedia)

Die konventionelle Energiewirtschaft hat kein Interesse an einer realistischen Einschätzung der Ressourcensituation. Sobald nämlich klar würde, wie schnell das Ende fossiler Energieträger (und auch von Uran) in Wahrheit naht, fände der Umstieg auf andere Quellen aus rein ökonomischen Gründen viel schneller statt, als dies je durchsetzbar wäre mit Verweis auf Klimaschutzgründe. Die Erneuerbaren Energien würden schlagartig eine Bedrohung für die etablierten Geschäftsmodelle und Einnahmen der alten Energieindustrien. Weiterlesen

Erfolgreiches Jahr für Photovoltaik in Deutschland


Die Photovoltaik Branche kann auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken: Im Inland hat sich der Markt gegenüber dem Vorjahr nahezu verdoppelt. Nach Schätzungen des Bundesverbands Solarwirtschaft e.V. gingen über 230.000 Solarstromanlagen mit einer Gesamtleistung von 7 bis 8 Gigawatt allein in Deutschland neu ans Netz. Sogar fast verdreifacht haben sich die Zubauraten der internationalen Märkte, wie z.B. Italien, Frankreich, Japan, Australien und den USA. Damit werden inzwischen zirka zwei Drittel aller neuen Photovoltaik Anlagen außerhalb Deutschlands installiert.

Solarenergie entwickelt sich damit zunehmend zur wesentlichen Säule einer sicheren, sauberen und zuverlässigen Energieversorgung. Bis zum Jahr 2020 wird die Photovoltaik nach übereinstimmenden Prognosen von Bundesregierung und Solarbranche ihren Anteil am deutschen Strombedarf von derzeit zwei auf rund zehn Prozent steigern können.

Bis heute hat die Photovoltaik Technologie als wichtiger Teil der heimischen High-Tech-Wirtschaft 133.000 Arbeitsplätze in Deutschland geschaffen. Hinzu kommen rund 20.000 Jobs im Geschäftsfeld Solarwärme. Viele Produktionsstätten finden sich in Ostdeutschland, Zuliefererindustrie, Großhändler, Planer und Installateure verteilen sich über das ganze Land.

Um den wachsenden Bedarf nach Erneuerbaren Energien zu decken und international wettbewerbsfähig zu bleiben, wollen die in Deutschland ansässigen Solarhersteller nach Angaben des BSW-Solar auch 2011 ihre Produktionskapazitäten weiter ausbauen. Gleichzeitig werde die Solarbranche nach jüngsten Verbandszielen ihre Investitionen in Forschung und Entwicklung verdoppeln, um ihren Innovationsvorsprung zu halten und den Preis für Solarstrom bis zum Jahr 2020 mindestens zu halbieren. Bereits in zwei bis drei Jahren will die Branche das Preisniveau herkömmlicher Verbraucherstromtarife erreichen und wenig später das der Offshore-Windenergie.

Quelle:  Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar)

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