Posts Tagged ‘Strom’

Strom sparen mit LED’s


Die Stromrechnung drückt uns immer mehr – insbesondere, da uns die Energieversorger immer tiefer mit ihren Preistreibereien in die Tasche greifen. Gross im Kommen sind LED-Beleuchtungskörper – brauchen sie doch nur einen Bruchteil Strom wie herkömmliche Glühbirnen – auch wesentlich weniger Energie als die sog. Energiesparlampen (an deren globigen Aussehen sich auch mancher reibt). In Fachgeschäften und Baumärkten kann man inzwischen die vielfältigen LED-Anwendungen begutachten. Noch sind LED-Beleuchtungskörper in der Anschaffung relativ teuer. Rechnet man aber die Energieeinsparung über’s Jahr, so wird eine Investition schnell rentabel.

Man bedenke, wieviele Glühlampen allein nur im eigenen häuslichen Bereich herumbaumeln und Energie verschwenden – die neuen LED-Lampen sind in die vorhandenen Fassungen einwechselbar – und schon ist wieder etwas Geld für neue Aktien eingespart.

 

Quelle:  http://www.de.sharewise.com/aktien/US8166451059-semileds/analyse/2011010518460001

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Welche Farbe hat der Strom?


Die Themen Umwelt und Umweltschutz sind in aller Munde. Umwelterziehung muss allerdings schon bei den Kleinsten beginnen. Darauf machen Fachleute immer wieder aufmerksam. Mit dem Bildungsprojekt »Leuchtpol« soll der Perspektivwechsel bei den Erzieherinnen und Erziehern vorangetrieben werden.

»Wir hatten anfangs keine Ahnung, wie wir einem dreijährigen Kind beibringen können, was Strom ist«, erzählte die Erzieherin Bärbel Starke aus der Kita Storchennest unlängst bei einer Fachtagung in Potsdam. »Den können sie nicht sehen, nicht anfassen, nicht riechen und nicht schmecken.« Doch dann sei sie erleichtert und erstaunt gewesen, als sie merkte, wie viel Wissen die Kinder mitbringen. Denn zunächst war ihr unklar, wie sie drei- bis sechsjährigen Kindern die Themen Energie und Umwelt vermitteln soll.

Genau diese Wissenslücke will das bundesweite Leuchtpolprojekt schließen. Unter der Voraussetzung, dass die Partner inhaltlich und politisch unabhängig blieben, gingen die Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umwelt (ANU) und der Energiekonzern E.on vor zwei Jahren eine umstrittene Liaison ein. Als gemeinnützige Gesellschaft wurde das Umweltbildungsprojekt »Leuchtpol« ins Leben gerufen. Es soll Erzieher befähigen, Umweltbildung in die Kindergärten zu tragen. Dafür werden ihnen in kostenlosen regionalen Fortbildungskursen unterschiedliche methodische Zugänge und Schwerpunktthemen angeboten.

Bärbel Starke war auf so einer Weiterbildung. Jetzt ist sie in ihrer Kita für die Umweltbildung zuständig. Nicht nur durch das zur Verfügung gestellte Material war nun plötzlich viel mehr möglich, sagt sie. »Es ist schön gewesen zu sehen, dass es eine ganz andere Form der Wissensvermittlung gibt, die auch noch erfolgreicher und praxisnäher ist.« Susanne Schubert, Bereichsleiterin Pädagogik bei Leuchtpol, erläutert diese Methodik anhand des Begriffes »Lernbegleiter«. Die Erzieher fungieren nicht einfach nur als Wissensquelle für die Kinder. »Denn Bildung ist eine aktive Leistung des Kindes, nicht der Erzieher.« Genau genommen werde Kindern nichts beigebracht, sondern sie würden sich selbst bilden. Dafür bräuchten sie die Unterstützung der Erzieher als Lernbegleiter. »Außerdem ist es wichtig«, so Schubert weiter, »dass Kinder als Individuen den Erwachsenen gleichberechtigt sind und die Möglichkeit haben, sich ihr eigenes Weltbild und die eigene Wirklichkeit selbst zu konstruieren.«

Für Irene Tilly von der Fachschule für Sozialpädagogik in Aachen (Nordrhein-Westfalen) liegt genau darin das Problem. »Wir bilden an unserer Fachschule Erzieher aus. Aus unserer Erfahrung gehört Bevormundung eher zum Kitaalltag als Begleitung«, sagt die Diplom-Pädagogin. Nach Tillys Beobachtung ist Wertschätzung die beste Motivation zum Lernen. »Kinder wollen spielen und sich selbstständig ihre Welt erschließen. Dem stehen die engstirnigen Bildungsprogramme für die Kitas und deren Umsetzung entgegen.« Zudem würden bereits Kleinkinder hierzulande eher in Förderprogramme gesteckt, die vor allen Dingen den Leistungsgedanken bedienen. »Das ist politisch gewollt. Es fehlt den Kindern die nötige Wertschätzung als Motivation fürs Lernen. Jeder Mensch sollte nach seinen Fähigkeiten unterstützt und nicht aufgrund von wirtschaftlichen oder arbeitsmarktrelevanten Interessen »gefördert« werden«.

Bei »Leuchtpol« geht es deshalb nicht um Leistungen, Begabtenförderung oder Exzellenzinitiativen. Spielend sammeln die Kinder Alltagserfahrungen. Was passiert mit der Pfütze, wenn die Sonne lange scheint? Warum brennt die Kerze nicht unter Wasser und woher kommen die Schneeflocken? Die Fragen seien wichtig, nicht nur die Antworten, betonen die Projektinitiatoren. Die Philosophie hinter den Dingen werde erst sichtbar, wenn die ethischen Prinzipien der Umweltbildung mit den Kindern gelebt werden.

Das sieht auch Bärbel Starke aus der Potsdamer Kita so. Sich mit den Fragen und Ideen der Kinder auseinanderzusetzen, heiße, sie aktiv zu beteiligen und ernst zu nehmen. Dafür müssen die Kinder aus ihrer Sicht da abgeholt werden, wo sie stehen. »Strom sparen kann ich nur, wenn ich weiß, was Strom ist.« Und wie bringt sie es den Kindern nun bei? »Gar nicht«, schmunzelt sie. »Erst einmal höre ich, was die Kinder über das Thema überhaupt schon wissen. Und dann lasse ich sie einfach beobachten, was passiert, wenn plötzlich kein Strom mehr da ist. Ihre Fragen sind der Beweis dafür, dass sie irgendwie verstehen, was das ist. Ich gebe nur Impulse. Mehr nicht.«

Die gemeinnützige Gesellschaft »Leuchtpol« wurde 2008 vom Bundesverband der Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung e.V. (ANU) zur Förderung von Umweltbildung im Elementarbereich ins Leben gerufen. Das Bildungsprojekt mit den Schwerpunkten Energie und Umwelt, finanziert durch die E.on AG, läuft noch bis 2012. Bis dahin haben 4000 Kindergärten die Möglichkeit, Bildung für nachhaltige Entwicklung konzeptionell in ihren Alltag und Bildungsplan zu integrieren. Bis jetzt haben etwa 400 Kitas aus Berlin und Brandenburg an diesem Projekt teilgenommen.

Der Zeitraum 2005 bis 2014 ist als Dekade für Bildung für nachhaltige Entwicklung der vereinten Nationen (UN) ausgerufen. Weltweit finden in diesem Zusammenhang Projekte statt. Bundesweit gibt es dafür Schulprogramme und Leuchtpol für Kinder vor dem Schuleintritt. A.L.

www.leuchtpol.de

Quelle: http://www.neues-deutschland.de/artikel/187926.welche-farbe-hat-der-strom.html

Grüne Insel, grüner Strom


Die Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Quellen kommt in der EU schneller voran als erwartet. Deutschland kann zwar keinen Spitzenplatz für sich verbuchen. Dafür sind die Fortschritte anderswo umso größer.

Nach Berechnungen des europäischen Windenergieverbands EWEA dürften die 27 Mitgliedsstaaten im Jahr 2020, wenn sie ihre angekündigten Programme wie geplant umsetzen, zusammen 20,7 Prozent ihres Bedarfs aus regenerativen Energien decken, wie die Organisation am Dienstag in Brüssel mitteilte. Das offizielle Ziel liegt bei 20 Prozent. Die Stromversorgung dürfte der Studie zufolge zu 34,7 Prozent aus erneuerbaren Energien kommen.

Der Branchenverband stützt sich bei den Prognosen auf Pläne der EU-Mitgliedstaaten, die diese an die Brüsseler EU-Kommission übermittelt haben. Darin stellen die Staaten detailliert dar, welche Ziele sie bis zum Stichjahr 2020 erreichen wollen. Außer um Strom geht es darin um Heizenergie und Verkehr. Bezogen auf den Gesamtenergieverbrauch wird die EU den Plänen zufolge ihr Ziel, 20 Prozent aus erneuerbaren Quellen zu decken, knapp erfüllen.

Wind vor Wasser vor Sonne

Die wichtigste Quelle dürfte den Angaben zufolge der Wind sein, der 14 Prozent der gesamten Stromerzeugung abdecken soll. 2009 waren es 4,2 Prozent. Den größten Windanteil erwartete EWEA in Irland und Dänemark mit jeweils über 30 Prozent. Deutschland dürfte der Studie nach auf 19,6 Prozent kommen und damit 1,6 Prozentpunkte über dem offiziellen Ziel liegen.

Die nächstgrößeren erneuerbaren Energiequellen sind Wasser (10,5 Prozent) und Biomasse (6,6 Prozent) sowie die Sonne (2,7 Prozent).

Quelle:  http://www.focus.de/immobilien/energiesparen/erneuerbare-energien-gruene-insel-gruener-strom_aid_587054.html

Mit der Photovoltaik Finanzierung in erneuerbare Energien setzen


Längst gehören erneuerbare Energien zu den Themen dieser Zeit. Durch modernste Photovoltaikanlagen können auch private Haushalte in die alternativen Energien setzen. Doch der Kauf und die Installation einer solchen Anlage sind mit erheblichen Kosten verbunden. Aus diesem Grund bieten mittlerweile mehrere Kreditinstitute eine Photovoltaik Finanzierung an. Mit dieser können Haushalte bequem den Kauf und die Installation einer solchen Anlage bewältigen. Zu den bekanntesten Angeboten auf diesem Gebiet gehört der DKB-Energie Kredit, der mit fairen Konditionen und individuellen Anpassungen überzeugt.

Auch wenn eine Photovoltaikanlage mit erheblichen Aufwendungen in der Anfangszeit verbunden ist, bietet sie einem Haushalt beachtliche Einsparungen. Anhand von technischen Daten und Erfahrungswerten kann bereits vor dem Kauf einer Anlage berechnet werden, wann sich diese amortisiert hat. Bei den meisten Anlagen ist dies nach fünf bis 15 Jahren der Fall. Durch die Einsparungen, die durch die Photovoltaikanlage bewältigt werden, kann der Kredit, der genutzt wurde, getilgt werden. Wann sich der Kauf der Anlage amortisiert hat, hängt ebenso von dem individuellen Standort ab, der bei der Beratung Beachtung finden sollte.

Heute ist das Angebot an Photovoltaik Finanzierungen umfangreich und bedient sehr unterschiedliche Darlehensformen. Eines der bekanntesten Angebote stammt von der DKB. Die Bank bietet mit dem DKB Energie Kredit ein passendes Darlehen zur Finanzierung einer Photovoltaikanlage. Durch den Kredit versucht die DKB Haushalten bei dem Einstieg in die erneuerbaren Energien unter die Arme zu greifen. Der DKB Energie Kredit kann für verschiedene Nutzungsmöglichkeiten eingesetzt werden. So bietet er sich nicht nur für unterschiedene Photovoltaikanlagen an, sondern kann ebenso in Verbindung mit Wärmepumpen und Pelletheizungen genutzt werden.

Die DKB setzt bei dieser Finanzierung auf entscheidende Vorteile, von denen in erster Linie die Darlehensnehmer profitieren. So können Verbraucher die individuelle Laufzeit eigenständig wählen. Dabei liegt die maximale Laufzeit für den DKB Energie Kredit bei 18 Jahren. Die zur Verfügung stehenden Kreditsummen bewegen sich bei diesem Angebot zwischen 5000 und 60.000 Euro. Ein weiterer Vorteil für den Kreditnehmer ist der Aspekt, dass die DKB auf einen Eintrag ins Grundbuch verzichtet. Verbraucher, die sich für das Darlehen interessieren, können die Beratung individuell und flexibel über das Internet durchführen. Auch im Anschluss bietet das Internet dem Kreditnehmer wichtige Informationen. So kann der individuelle Darlehensstand rund um die Uhr durch das Internet-Banking abgerufen werden. Damit haben Haushalte ihre Verbindlichkeiten fest im Blick. Zugleich werden Unstimmigkeiten vermieden.

Überzeugen können aber auch die Zinssätze, die von der DKB offeriert werden. In diesem Fall setzt die Bank auf besonders günstige Zinsen, die die Entscheidung für eine Photovoltaikanlage erleichtern sollen. Auch bei langen Laufzeiten gewährt die Bank faire Zinsen, die die Mehrkosten der Finanzierung nicht ins Unermessliche steigen lassen. Fairness und Kundenfreundlichkeit finden sich bei dem DKB Energie Kredit auch bei den Bearbeitungsgebühren. Auch an dieser Stelle setzt die Bank auf einen fairen Rahmen und einen für den Kunden überschaubaren Beitrag. Transparenz und Fairness sind die wichtigsten Bausteine der Photovoltaik Finanzierung der DKB und machen sie somit zu einer der beliebtesten Lösungen auf Bundesebene. Einfache Rahmenbedingungen, die leicht verständlich sind, finden sich auch bei der Beantragung des Kredites. Sie hat entscheidend zur Beliebtheit der Photovoltaik Finanzierung beigetragen. Die Beantragung des Darlehens gestaltet sich überraschend einfach und nimmt zugleich nur ein geringes Zeitfenster in Anspruch. Punkten kann die DKB ebenso mit den langen Laufzeiten, durch die sich von anderen Angeboten in diesem Bereich abheben kann.

Mit diesen Rahmenbedingungen wird die Photovoltaik Finanzierung auch über einen längeren Zeitraum sichergestellt. Von Anfang an können sich Kunden zudem über alle Kosten und Aufwendungen informieren, die während der Kreditlaufzeit auf sie zukommen. Daneben profitieren Haushalte selbstverständlich von den allgemeinen Vorteilen, die durch die Photovoltaikanlage entstehen. So können sie die Anlage unter anderem nutzen, um eine so genannte Einspeisevergütung zu erhalten. In diesem Fall wird der Strom, der selbst erzeugt wird, in das Netz eingespeist. Für den Strom erhält der Betreiber der Anlage eine Vergütung. Verbraucher, die über die Variante nachdenken, können sich im Internet über die aktuellen Preise für die Produktion und Einfuhr von Strom informieren.

In den meisten Fällen kann eine Photovoltaikanlage genehmigungsfrei angebracht werden. Allerdings sollten sich Hausbesitzer an dieser Stelle individuell informieren. Aufgrund der unterschiedlichen Flächengrößen und deren Gestaltung ist es in einzelnen Fällen möglich, dass eine Genehmigung vorausgesetzt wird. Durch eine Genehmigung gehen Anlagenbesitzer vor allem in späterer Zeit möglichen Auseinandersetzungen mit Ämtern und Nachbarn aus dem Weg.

Quelle:  http://myfinanc.eu/mit-der-photovoltaik-finanzierung-in-erneuerbare-energien-setzen/2011/01/04/

Export-Stau beim Ökostrom


Schwerin (dpa). Der Ökostrom aus Mecklenburg-Vorpommern passt bald nicht mehr durch die vorhandenen Leitungen. „Wir können noch so viele Windräder aufstellen und Biogas-Anlagen bauen. Das alles nützt nichts, wenn wir den damit gewonnenen Strom nicht auch zu den Verbrauchern außerhalb des Landes bringen. Die zentrale Frage ist der Ausbau der Verteilungs- und Übertragungsnetze“, sagte Wirtschaftsminister Jürgen Seidel (CDU).

Deshalb wolle er das Thema Netzausbau und dessen Finanzierung 2011 gemeinsam mit Ressortkollegen anderer Länder vorantreiben. „Die neuen Länder haben da gemeinsame Interessen.“

Erst seit wenigen Jahren produziert Mecklenburg-Vorpommern mehr Elektroenergie als Wirtschaft und Privathaushalte im Land verbrauchen. Der Grund für diese Entwicklung ist laut Seidel der enorme Zuwachs bei der Ökostromproduktion. „2005 stammten 33 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen wie Wind, Biomasse, Biogas oder Sonnenlicht. Inzwischen sind es mehr als 50 Prozent“.

Die Inbetriebnahme des Ostsee-Windparks Baltic I zu Beginn des neuen Jahres werde das Verhältnis weiter zugunsten der erneuerbaren Energien verschieben. Bis 2020, so sehe es das Energiekonzept des Landes vor, solle sich die Stromerzeugung aus Windkraft auf gut 12 Millionen Megawattstunden verfünffachen. Die Ökostrommenge insgesamt betrug 2009 rund 3,8 Millionen Megawattstunden.

Der überschüssige Strom aus dem Norden müsse zu Großverbrauchern in den Industrie- und Ballungszentren im Westen und Süden der Bundesrepublik transportiert werden. „Dazu ist ein zügiger und gut koordinierter Leitungsbau nötig.“ Seidel nannte ein Negativ-Beispiel: „Eine neue, 70 Kilometer lange Hochspannungsleitung führt durch Westmecklenburg – endet aber in Zarrentin, weil im benachbarten Schleswig-Holstein noch nicht einmal die Planungen durch sind.“

Quelle:  http://www.nordkurier.de/index.php?objekt=nk.nachrichten.m-v&id=763619

Portugal setzt auf seine Sonne


Im Schnitt beziehen die EU-Länder 10,2 Prozent ihrer Energie aus erneuerbare Energien. Portugal spielt nicht nur beim Zuwachs ganz vorne mit: 2008 bezog das Land 23,2 Prozent seines Stroms aus regenerativen Quellen.

An den internationalen Finanzmärkten wird zwar heftig darüber spekuliert, ob nach Griechenland und Irland auch Portugal in den Kreis der größten EU-Haushaltssünder vorstößt. Im zukunftsträchtigen Bereich der erneuerbaren Energien zeigt die portugiesische Wirtschaft jedoch eindeutig Stärke. Nach Angaben des Statistischen Amts der Europäischen Union (Eurostat) hat sich der Umfang der eingesetzten sauberen Energien in Portugal mehr als verdoppelt: 2008 bezog das Land demnach 23,2 Prozent seines Stroms aus erneuerbaren Quellen.


Die Anlage von Amaraleja/Moura: Eine der größten Photovoltaik-Anlagen der Welt. (Foto: Acciona Energy)

Insgesamt wurde in den 27 EU-Mitgliedstaaten wurde ein Durchschnitt von lediglich 10,3 Prozent verzeichnet. Deutschland blieb mit 8,9 Prozent sogar noch dahinter zurück. Weit in Führung liegt Schweden mit 44,4 Prozent sauberer Energie, gefolgt von Finnland mit 30,5 Prozent, Lettland mit 29,9 Prozent und Österreich mit 28,5 Prozent.

Portugal hält sich jedoch bereits seit zwei Jahren auf dem EU-Kurs, der vorsieht 2020 mindestens 20 Prozent des Energiebedarfs der Länder durch Ökostrom zu decken. Das Land spielt nicht nur in Sachen Zuwachs ganz vorne mit, sondern hat auch eines der amitioniertesten Ausbau-Ziele: Bis 2020 will Portugal einen Anteil von 31 Prozent erreichen.

Portugal übertrifft längst EU-Ziele

Die Regierung des sozialistischen Ministerpräsidenten José Socrates förderte die neuen Technologien durch wirtschaftliche Anreize und eine groß angelegte Informationskampagne. Landesweit werden etwa in Wohngebieten zunehmend energiesparende Solarpaneele installiert. Nicht ohne Grund: Aufgrund seiner geografischen Lage ist das Land gegenüber vielen anderen EU-Mitgliedern im Vorteil. Viel Sonne, starke Winde und ausgedehnte Küstengebiete sind günstige Voraussetzungen für die Produktion alternativer Energien.

Portugal ist mittlerweile auch zum Exporteur von Energie aus Sonne, Wind und Wasser geworden. Anfang Dezember vereinbarten das städtische Unternehmen „Lógica“, das den Technologiepark in Moura betreibt, und die Stiftung für Wissenschaft und Technik Erneuerbarer Energien FCTER aus dem südbrasilianischen Staat Santa Caterina für zwei Jahre den gemeinsamen Betrieb einer Versuchseinrichtung für Photovoltaik.

Die Stadt Moura, die in der Region Alentejo im Südosten Portugals liegt, hat bereits mehrere Initiativen für Sonnenenergie vorangetrieben. Vor fünf Jahren gab der Bürgermeister José María Prazeres Pós-de-Mina den Anstoß für den Bau einer Solaranlage, die seit mittlerweile zwei Jahren in Betrieb ist. Die US-Umweltorganisation „One World“ wählte Pós-de-Mina 2008 zur „Persönlichkeit des Jahres“. Die Anlage Amaraleja, die Teil eines Solarparks in Baldio da Ferraría, einem Tal, das den europäischen Spitzenwert von 3.000 Sonnenstunden im Jahr erreicht.

Nachdem Amaraleja die spanischen Konkurrenten in Puertollano und Olmedilla de Alarcón hinter sich gelassen hat, gilt die Anlage als eine der größten ihrer Art auf der ganzen Welt. Auf einer Fläche von 320 Hektar erzeugen Solarpanele mit einer Gesamtleistung von 64 Megawatt jährlich 93 Millionen Kilowattstunden Strom – genug um 30.000 Haushalte zu versorgen.

Die Verantwortlichen für das Projekt in Amaraleja hätten außerdem erreicht, dass in der Nähe auch eine Fabrik für Solarpaneele gebaut worden sei, sagte der Ingenieur Helder Guia im Gespräch mit IPS. Guia leitet die Initiative ‚Sunflower‘, die europäische Städte zur Zusammenarbeit im Umweltbereich animieren will.

Kooperation zwischen Portugal und Brasilien

Bürgermeister Pós-de-Mina nahm im November 2008 auch an einer lateinamerikanischen Konferenz über erneuerbare Energien in Florianópolis teil, der Hauptstadt von Santa Caterina. Damit war der Weg für das jüngst unterzeichnete Abkommen zwischen Lógica und FCTER bereitet: Vorgesehen ist eine weitreichende technische und wissenschaftliche Kooperation, die vor allem die Photovoltaik voranbringen soll. Das Projekt will auch den Erfahrungsaustausch zwischen brasilianischen und portugiesischen Studenten und Technikern fördern. Wie Lógica ankündigte, sollen in Brasilien außerdem zwei Fabriken zur Produktion von Solarpaneelen entstehen.

Quelle:  http://klimaretter.info/energie/hintergrund/7648-erneuerbare-europameister-portugal

Ökostrom aus dem Erdgasnetz abrufen


Kassel. Erneuerbare Energien liegen stark im Trend. Um nicht länger von Öl, Kohle und Atomkraft abhängig zu sein, wird zunehmend auf Stromgewinnung durch Biogas sowie Sonnen-, Wasser- und Windkraft gesetzt. Bisher verpufft jedoch viel dieser Energie. Denn wenn zum Beispiel der Wind kräftig bläst, speisen die Windkraftwerke mehr Strom ein, als das Stromnetz aufnehmen kann.

Auch hier kann Ökostrom drinstecken: Der Strom kann in künstliches Erdgas umgewandelt und ins herkömmliche Erdgasnetz gespeist werden. Hier ein Netz-Knotenpunkt des Erdgasversorgers Wingas bei Erfurt. Foto: Picture AllianceAuch hier kann Ökostrom drinstecken: Der Strom kann in künstliches Erdgas umgewandelt und ins herkömmliche Erdgasnetz gespeist werden. Hier ein Netz-Knotenpunkt des Erdgasversorgers Wingas bei Erfurt. Foto: Picture Alliance 

Doch dank einer revolutionären Idee aus Kassel kann überschüssiger Strom künftig gespeichert werden – als Gas. „Bisher wird aus Gas Strom erzeugt. Wir machen das jetzt umgekehrt“, sagt Dr. Michael Sterner vom Kasseler Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES). Das Konzept hat er zusammen mit einem Forscher vom Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) entwickelt.

Bekannt war bisher, dass sich Wasser mithilfe von Elektrolyse in Sauerstoff und Wasserstoff spalten lässt. Sterner ging jedoch einen Schritt weiter und nutzt einen Prozess, in dem mit Kohlendioxid aus Wasserstoff Methan, also künstliches Erdgas, entsteht.

Dank des bereits gut ausgebauten Erdgasnetzes in Deutschland kann die umgewandelte Energie problemlos wie herkömmliches Erdgas ins Versorgungsnetz gespeist und gespeichert werden. Anschließend gelangt es über ein Gaskraftwerk als Strom zum Verbraucher. „Im Erdgasnetz können etwa 220 thermische Terawattstunden gespeichert werden, das entspricht dem deutschen Stromverbrauch von rund zwei Monaten“, sagt der 32-jährige Forscher. Das Stromnetz hingegen habe nur eine jährliche Kapazität von 0,04 Terawattstunden.

Innovationspreis gewonnen

Für diese Idee, Strom in Gas umzuwandeln, hat Sterner mit seinen Kollegen nicht nur den Innovationspreis der Deutschen Gaswirtschaft erhalten, sie wurde auch ins Energiekonzept der Bundesregierung aufgenommen, sagt der an der Universität Kassel promovierte Forscher nicht ohne Stolz. Denn nicht nur synthetisches Erdgas lässt sich auf diese Weise herstellen, sondern auch Diesel und Kerosin. „Wir können uns also überall auf der Welt aus Wasser, Kohlendioxid und Wind oder Sonne einen eigenen Kraftstoff herstellen“, sagt Sterner, „das ist volkswirtschaftlich sehr interessant.“

In Stuttgart wird bereits in einer Testanlage die Energieumwandlung umgesetzt. 2012 möchte eine österreichische Firma in Kooperation mit IWES und ZSW eine größere Anlage bauen. In seinem Büro an der Goethestraße entwickelt Sterner nun die Systemtechnik, analysiert Umweltauswirkungen, stellt das Konzept Investoren und Politikern vor – und fordert, dass an der Kasseler Uni weitere Professuren für Elektrotechnik und Regenerative Energien besetzt werden. „Gute Forschung braucht gut ausgebildeten Nachwuchs“.

Schließlich habe die Region mit Unternehmen wie SMA und Volkswagen – wo künftig die Motoren für die ersten serienmäßigen VW-Elektroautos gebaut werden – großes Potenzial auf dem Gebiet der regenerativen Energiewirtschaft.

Quelle:  http://www.hna.de/magazin/uni/uni-kassel/oekostrom-erdgasnetz-abrufen-1067263.html

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